SD Schöne Dinge in den Medien

Es ist keine fünf Monate her, da standen in der Vogelsangstraße 22 im Stuttgarter Westen noch zahllose Kartons, puristische Biedermeier-Möbel, feine Vintage-Sessel und viele Kunstwerke in Knisterfolie hinter der Schaufensterfront. All diese schönen Dinge warteten darauf, ausgepackt und in Szene gesetzt zu werden. Glücklicherweise gab es einen Vorhang zum Schutz gegen die Sonne und allzu wunderfitzige Blicke. Das Erste, was es zwischen den Vorhanghälften zu sehen gab, war ein amerikanischer Zinnleuchter in Form eines Riesenkraken, gefolgt von einer neapolitanischen Bronze aus dem 19. Jahrhundert. Der patinierte Faun trug ein Lesezeichen am Arm, auf dem stand: „Zeit für ein neues Kapitel.“ Das ist inzwischen aufgeschlagen: Mein „Salon“ ist eingerichtet, und hat das Interesse verschiedener Medien geweckt.

AD Architectural Digest

In der Ausgabe „Dreamteams“ von AD Architectural Digest (September 2026) berichten Anna-Lena Reith und Ulrich Clewins über SD Schöne Dinge und präsentieren dazu einen Schatz aus meinem Portfolio: „Stephan Demmrich war lange Design-Journalist, jetzt verkauft er Sachen wie den Aschenbecher aus Muranoglas. Der ist eigentlich viel zu hübsch, um benutzt zu werden.“ Aus dem Nähkästchen geplaudert: Das 2,8 Kilogramm schwere Spitzenstück ging sofort nach München auf die Reise und außerdem ein kleineres Exemplar. Die bajuwarische Metropole bleibt die deutsche Hauptstadt des Stils, wie sich zeigte. Aber: Stuttgart holt auf. Seit dem Soft Opening meines „zweiten Wohnzimmers“ sind fünf weitere gläserne Murano-Schönheiten an Stuttgarter Fans gegangen. Das freut mich.

„Es ist keine Galerie, auch kein Concept Store. Schöne Dinge liegt irgendwo dazwischen und – und das im notorisch unterschätzten Stuttgart.“

AD Architectural Digest, September-Ausgabe 2026

AD, Architectural Digest, September Ausgabe 2026
Lift, Ausgabe 8+9, August/September 2026

Stuttgarts Stadtmagazin Lift

Für die Veröffentlichung in der „Lift“-Ausgabe August / September 2026 fiel die Wahl auf ein Foto mit „schönen Dingen“ aus ganz unterschiedlichen Sparten und Zeiten: Nagelneu sind die abgebildeten Beistelltische von Siqual-Design. Entworfen hat sie das Stuttgarter Designerpaar Doser + Zimprich für den Einsatz im Garten oder neben dem Sofa im Wohnbereich. Das Besondere sind die abnehmbaren Tabletts sowie das gute Preis-Leistungs-Verhältnis. Gefertigt werden sie in Rumänien, also in Europa, und das auf hohem technischen Niveau. Die Leuchte auf einem der Tische ist ein italienisches It-Piece aus dem Italien der 1970er-Jahre. Den Glaspilz kreierten Emilio Nason und Giulio Radi für A.V.E.M. Abends und nachts taucht er das Ladenlokal in ein verführerisches Licht und lenkt die Blicke auf sich.

Dahinter steht ein Werk von Paul Pretzer, einem Berliner Künstler, der gerade seine erste One-Man-Show in New York feierte. Sein Schwein mit Birne ist ein Stillleben ganz nach meinem Geschmack: subversiv, humorvoll und handwerklich von höchster Qualität. In den vergangenen Jahren hat sich der Berliner Maler ein Vokabular erarbeitet, das mit Alltagsgegenständen genauso wie mit fantastischen Kompositionen arbeitet und das Geschichten auf verschiedenen Ebenen erzählt, einem guten Buch vergleichbar.

SD Schöne Dinge versteht sich als „Refugium für Menschen, denen Werte wie Nachhaltigkeit, Umgangsformen, Respekt und Zwanglosigkeit wichtig sind.“

Lift Ausgabe 8+9, 2026

Bliebe noch das Aquarell „Fucky Strike“. Werner Rüb malte es im Oktober 1982 einer Freundin zum Geburtstag. Der deutsche Grafiker und Maler wollte sie animieren, mit dem Rauchen aufzuhören. Ob das gelang? Mir gefällt der Humor, den diese Arbeit ausstrahlt. Kunst braucht nicht immer „ernst“ zu sein. Sie darf uns ruhig zum Schmunzeln bringen. Die Arbeit steht in Schaufensternähe und bringt viele junge Leute in den Laden. Das macht mir große Freude. So entsteht ein Mix, den die Lift-Redakteurin Vanessa Wagner im Text gut einfängt und mit einem Zitat von mir abschließt: „Beliebt ist, was gefällt. Eklektisch eben.“

Kessel TV, der Blog über Stuttgart im August

Großen Respekt für den Mann hinter diesem coolen Blog. Keiner hat so sorgfältig recherchiert wie Martin Elbert. Mit seinem ausführlichen Text hat er mich als ehemaligen Blattmacher verblüfft. Der Macher von Kessel TV bringt immer wieder auf den Punkt, was mir als Macher von SD Schöne Dinge am Herzen liegt: „Ein Laden, der nicht versucht, möglichst vieles für möglichst viele bereitzuhalten, sondern eine erkennbare Auswahl kuratiert.“

Auswahl und Sortiment folgen reinem Bauchgefühl und nicht wirtschaftlichen Strategien. Good Vibes sind für mich viel wichtiger, ja essenziell. Zeitgenössische Künstler, die ich vertrete – und selbst Produzenten von Möbeln und Einrichtungsgegenständen durchlaufen eine Art emotionalen TÜV. Das mag verrückt klingen, ist aber meine Überzeugung. Persönliche Schwingungen übertragen sich auf die Dinge, mit denen wir uns umgeben. Und in schaurigen Zeiten wie diesen kann man gar nicht wählerisch genug sein.

„Gerade diese persönliche Kuratierung macht den Laden interessant. Demmrich versteht seine Auswahl ausdrücklich als Angebot und nicht als Geschmacksdiktat.“

Kessel TV, August 2026

Das Foto mit den beiden Ledersesseln, übrigens Unikate aus einer deutschen Manufaktur – es gibt wirklich nur diese beiden Exemplare – zeigt im Hintergrund eine großformatige Malerei von Alex Feuerstein. Ich schätze den Künstler wegen seiner Power. Die dargestellten Raucherinnen wirken auf mich wie ein Twist aus Psychedelic und Art déco: Die Farben sind delikat, der Malstil einzigartig. Einmal gesehen, erkennt man einen Feuerstein sofort wieder. Und darum geht es doch final: etwas zu entdecken und zu erwerben, was bleibt.

Schöne Dinge: Kunst, Design und Einzelstücke im Stuttgarter Westen

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Weitere Informationen
So sieht es aus, wenn Martin Elbert über SD Schöne Dinge in seinem Blog „Kessel TV“ berichtet. Großartig. August 2026.
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