Komm, wir machen blau!
Wer die Farbe liebt, kommt an diesen drei Bechern nicht vorbei. Die KPM Berlin war sicherlich die modernste und innovativste Porzellanmanufaktur im 20. Jahrhundert. Die ersten wirklichen Klassiker moderner Formgebung wie das Service Urbino entstanden bereits Anfang der 1930er-Jahre. Ein Paukenschlag in der Branche. Die Bildhauerin und Designerin Trude Petri hatte dafür Teller entwickelt, die ohne Steigbord und Fahne auskamen – also keinen Rand und keine Kehle hatten. Ihre Vorbilder stammten aus Asien. Nach dem Zweiten Weltkrieg entstand ihr Becher – auch das ein Handschmeichler. Das perfekte Gefäß, um kleine Blumen in Szene zu setzen. Doch auch ohne Pflanzen wirken diese drei Objekte sensationell. Das verdanken wir der Künstlerin Sigrid von Unruh, deren Dekore auf den Bechern von heute stammen könnten. Ein Team von Porzellanmalerinnen und -malern bannte sie auf die Wandungen. Ein Traum im Raum.








