Die Erkundung der Wirklichkeit
Der japanische Künstler Hirofumi Fujiwara wagt sich für dieses Experiment an die „Königsklasse der Bildhauerei: die menschliche Statue“, wie es sein Lehrer Stephan Balkenhol einmal nannte. Seine Figuren wie „Neutopian“ aus dem Jahr 2025 sind eigentlich Selbstbildnisse, in denen sich der Bildhauer mit großer Sensibilität seinen Darstellungen der eigenen Person nähert.
Die Augen ruhen gerne auf Figuren wie dieser, die eine unglaubliche Würde ausstrahlt. Jeder Blick darauf offenbart ein neues Detail: Sein es die delikate Farbigkeit oder die besondere Beschaffenheit der Oberfläche, deren Modelierung rau und doch ganz zart zugleich wirkt. Eine faszinierende Arbeit des Wahlhamburgers, der ganz bescheiden auftritt.
Fujiwara wurde 1984 in Hiroshima geboren und studierte von 2003 bis 2009 an der Okayama Prefectural University. 2010 folgt ein Studium an der Kunstakademie Karlsruhe bei Stephan Balkenhol. Von 2016 bis 2017 ist der Japaner sein Meisterschüler. Fujiwaras aus Ton vormodellierte und in Kunststoff ausgegossene Figuren ruhen in sich selbst. In kontemplativer Pose stehen, sitzen oder liegen seine Skulpturen, jeweils Unikate – im Raum, manchmal von transparenten Acrylglasscheiben umgeben, ihr Blick ins Unbestimmte gerichtet.







