Peter Hübel: „Abschied vom Licht“, Ölgemälde, 1978

Dieses Werk aus den späten Seventies zeigt: Surrealismus-Revivals sind keine Erfindung von heute …

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Bilderrätsel

Life goes in circles, so heißt es. Kunst auch. Seit einigen Jahren erleben wir ein ungeahntes Revival einer besonders faszinierenden Ära: Der Surrealismus ist zurück. Zu dieser Kunstgattung aus dem frühen 20. Jahrhundert hat es in letzter Zeit viele große Ausstellungen gegeben, und auch in der aktuellen Kunst spielt sie eine wichtige Rolle.

Doch schon in den Seventies haben Salvador Dalí, René Magritte und Max Ernst, um nur einige Vertreter zu nennen, die Kunstszene inspiriert. Das belegt der Maler und Grafiker Peter Hübel mit seinem Werk „Abschied vom Licht“ (1978). Es zeigt eine seiner fantastischen Landschaften. Die Sonne verabschiedet sich gerade am Firmament und taucht das Setting in eine Abendstimmung. Skurrile Pflanzen avancieren zu Hübels Hauptakteuren, die sich nach den letzten Lichtstrahlen strecken. Ist das nicht eine monstergroße Physalis-Frucht? Und dort ein riesiges Sempervivum – oder doch eine Agave, aus der sich ein imposanter Fruchtstand schiebt? Darüber lässt das Blatt eines Halmes an die Fahne aus einem mittelalterlichen Feldzug denken. Und welche Bedeutung hat nur diese Kugel? Ein Seeigel? Oder eine Kolonie aus Zooiden? Es bleibt ein Rätsel, eingebettet in einen Hintergrund aus Wolkenformationen und dem sanften Blau des Himmels, das die Komposition des Malers nach oben abschließt.

Peter Hübel wurde 1938 in Berlin geboren und studierte dort in der zweiten Hälfte der 1950er-Jahre Malerei und Grafik. Mit seinen Landschaften erreichte er einen hohen Bekanntheitsgrad in der Post-War- und zeitgenössischen Kunst. Regelmäßig sind Werke im Kunsthandel zu finden. Einzelausstellungen gab es vor allem Mitte der 1970er-Jahre in Berliner Galerien. Zahlreiche Werke sind in Museen gelistet.

Technik

Öl auf Holz

Maße

13,7 x 17 cm (B x H)

Signatur

Rückseitig bezeichnet, datiert und signiert

Rahmen

Holz

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