Bauhaus mal emotional
Eigenen Angaben zufolge bearbeitet Max Diel keine Themen. Für den Maler mit Wohn- und Atelierstandort Berlin sind es Momentaufnahmen. „Ich gehe davon aus, dass die interessanten Inhalte in der Kunst die unbewussten sind – sie stehlen sich durchs Hintertürchen herein“, erklärt Diel, „etwa eine Lampe, die ihren Schatten wirft, oder ein unbesetzter Stuhl. Daraus kann man schon eine gewisse Einsamkeit ablesen, was bei meinen Bildern immer der Fall ist.“
Diels Werke wirken bisweilen melancholisch. Seine ungewöhnlichen Ausschnitte üben eine besondere Anziehung aus. Die Farbpalette tut ein Übriges. Der Bauhaus-Sessel, Inkunabel rationaler Eleganz, führt bei Diel ein Eigenleben in einem Raum, der eigentlich nur angedeutet ist. Der Schatten des Objekts, der sich auf Wänden und Boden zugleich abzeichnet, verleiht der Darstellung ihre ganz eigene Dynamik. Wie in seinen anderen Arbeiten geht es um eine Momentaufnahme. Allen gemeinsam sind ihre Zurückhaltung und Ruhe, und doch verfügen sie über eine wahnsinnige emotionale Dichte.
„Eigentlich male ich meine Bilder wie eine abstrakte Arbeit.“
Max Diel
Der gebürtige Freiburger studierte an der Gerrit Rietveld Academie Amsterdam und an der Berliner Hochschule der Künste. Max Diel wird von SD Schöne Dinge vertreten. Weitere Werke sind auf Anfrage erhältlich.









